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  • Statistische Angaben: [folgen noch]
  • Wasserlos ist ein ehemals selbstständiger (siehe dazu "Historie") Ortsteil der Stadt Alzenau. Auf diese soll im Folgenden näher eingegangen werden.

Alzenau ist eine bayerische Kleinstadt in der Nähe der hessischen Landesgrenze. Die nächsten Großstädte sind das 20 Kilometer entfernte Aschaffenburg und das circa 30 Kilometer entfernte (wohlgemerkt hessische) Frankfurt am Main.

 

1. Geschichte

Die Geschichte Alzenaus geht auf die mehr als 600 Jahre alte Burg im Stadtkern zurück; das im Dezember 2001 erschienene Alzenauer Stadtbuch schreibt hierzu:

"Am 13. Dezember 1399 unterzeichnete in Aschaffenburg [...] der Mainzer Erzbischof Johann II. eine in deutscher Sprache gehaltene Urkunde."

Weiter heißt es, dieses Schriftstück sei der älteste überlieferte Nachweis über die Existenz von Burg Alzenau.

Am 13. Mai 1401 werden Alzenau (damals noch Wilmundsheim genannt) die Stadtrechte verliehen. Da diese jedoch ungenutzt bleiben, werden sie wieder aberkannt. 550 Jahre wird es dauern, bis der Marktgemeinde Alzenau, die sich mittlerweile nach der Burg benannt und vom Namen Wilmundsheim getrennt hat, am 23. Juli 1951 erneut die Bezeichnung "Stadt" verliehen wird.

Besonders erwähnenswert sind an dieser Stelle noch die Fusionen der einzelnen heutigen Stadtteile, die damals umliegende Gemeinden waren. Aufgrund von für eine Selbständigkeit zu geringen Einwohnerzahlen gehörten ab 1972 Wasserlos & Albstadt und ab 1975 Hörstein, Kälberau und Michelbach zu Alzenau. Diese Eingemeindungen stießen in der Bevölkerung zunächst zwar teilweise nicht auf großen Anklang, wurden aber schon bald akzeptiert.

 

2. Fakten & Zahlen

Heute zählt Alzenau zusammen mit seinen Stadtteilen insgesamt mehr als 19.000 Einwohner; eine Zahl, die sich aus 7656 Alzenauern, 3225 Hörsteinern, 2919 Michelbachern, 2642 Wasserlosern 1358 Albstädtern und 1323 Kälberauern zusammensetzt.

In Alzenau gibt es neun Kindergärten mit insgesamt 758 Kindergartenplätzen, zwei Krankenhäuser mit 187 Krankenbetten und ein Seniorenheim.

3. Die Stadtteile

Wie bereits weiter oben genannt, besteht Alzenau aus sechs Stadtteilen, von denen fünf einst selbständige Gemeinden waren. Auf die einzelnen Stadtteile soll hier ausführlicher eingegangen werden

3.1. Alzenau-Stadt

Als größter Stadtteil beherbergt Alzenau viele öffentliche Einrichtungen, darunter verschiedene Schulen (Edith Stein Realschule, Karl Amberg Hauptschule, Erich Kästner Grundschule, Spessart Gymnasium Alzenau, u. a.), Behörden (Arbeitsamt, Forstamt etc. ) und zu guter letzt das Rathaus. An Sportstätten gibt es hier das Prischoss-Stadion, die Prischoss-Halle, die TSV-Halle, das Waldschwimmbad, das Realschulbad sowie die anderen Sporteinrichtungen der einzelnen Schulen. Hervorzuheben ist auch noch die städtische Bibliothek, der breitgefächerte Einzelhandel und die Pfarrei Sankt Justinus.

3.2. Albstadt

Albstadt ist der zweit kleinste Alzenauer Stadtteil. Hier findet man die Kirche Sankt Philippus - Sankt Jakobus und seit einigen Jahren auch die Sport- und Mehrzweckhalle "Birkenhainer Halle"

3.3. Hörstein

Im nach Alzenau-Stadt größten Stadtteil gibt es die Räuschberghalle, einige Weinberge und die Pfarrei Maria Himmelfahrt. Zudem besitzt der Ort eine eigene freiwillige Feuerwehr und eine Grundschule, die auch von Wasserloser Schülern besucht wird. Historisch interessant ist die Hörsteiner Ringmauer, die die Stadt früher vor Angriffen schützte und bis heute teilweise erhalten ist.

3.4. Kälberau

Kälberau ist als Wallfahrtsort sehr bekannt, der besonders an "Maria Heimsuchung" (2. Juli) frequentiert ist. Schon im Mittelalter soll hier die Mutter Gottes verehrt worden sein. Heute finden die Gottesdienste in der Kirche Mariae Geburt statt.

3.5. Michelbach

Wie in Wasserlos und Hörstein spielt auch in Michelbach der Wein eine große Rolle; so ist das Michelbacher Winzerfest schon lange eine in der Umgebung sehr beliebte Tradition. Ein bedeutsames altes Bauwerk ist das Michelbacher Schlößchen sowie die Kirche der Pfarrei Sankt Laurentius. Außerdem ist in Michelbach die Vital-Klinik, eine Fachklinik für Hautkrankheiten (Dermatologie), untergebracht.

3.6. Wasserlos

Auch dieser Ort hat seine Wurzeln im Weinbau: Vor gut 900 Jahren ließen sich hier Seligenstädter Mönche nieder, um die Weinberge zu bebauen. Aus dieser Mönch - Siedlung entstand schließlich Wasserlos, das heute für seine Weine über Franken hinaus bekannt ist. Andere wichtige Einrichtungen im Ort sind die Hahnenkammhalle, die Kirche Sankt Katharina, das Kreiskrankenhaus am Ortsausgang, das die medizinische Versorgung für den gesamten Landkreis Aschaffenburg abdeckt und die zugehörige Rehabilitationsklinik, die im historischen Wasserloser Schloß untergebracht ist, das schon im zweiten Weltkrieg als Lazarett diente.

 

4. Sonstiges

In den letzten Jahren baut die Stadt Alzenau ihren Ruf als "Stadt im Grünen" und "Solarstadt" immer weiter aus. Während man den ersten Titel vor allem mit der großen Wald- und Grünfläche in und um Alzenau begründet, unterstreichen die Stadtväter das Image als "Solarstadt" zum einen mit der hier niedergelassenen auf Photovoltaik spezialisierten Industrie, zum anderen aber mit den jährlich veranstalteten Solarläufen, mit der Gründung des Alzenauer Solarvereins und dem im Jahre 1999 eingerichteten Solar-Parcours, der mehrere Möglichkeiten von Solaranwendung aufzeigt.

Der Alzenauer Fremdenverkehr ist vor allem auf den Weinbau und den zugehörigen Tourismus ausgerichtet.

Fotos: Michael Kohl
Quelle: Alzenauer Stadtbuch, Kahlgrundjahrbücher
Weitere Informationen im Internet:
www.alzenau.de 

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